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BGW - Bundesverband der Gas- und                     
Wasserwirtschaft
Trinkwasserhausanschluss

Hausinstallation
Als Hausinstallation bezeichnet man die Trinkwasserleitungen und Armaturen im Haus, die sich zwischen der Hauptabsperrvorrichtung und dem Punkt befinden, wo das Wasser für "den menschlichen Gebrauch" im Gebäude entnommen wird.

 

Die Hausinstallation – nichts für Heimwerker

Damit es innerhalb des Hauses nicht zu einer Verschlechterung der Trinkwasserqualität kommt, ist das unsachgemäße "Werkeln" an der Hausinstallation untersagt. So bestimmt es auch der Liefervertrag, den jeder Hauseigentümer mit uns, seinem Wasserversorgungsunternehmen, abgeschlossen hat. Diese Arbeiten gehören in die Hand eines sachkundigen, bei uns registrierten Installateurs. Lediglich der Installateur kennt die ortsspezifischen Gegebenheiten, wie beispielsweise die genaue Wasserzusammensetzung, und ist über den aktuellen Stand der Technik informiert.

Innerhalb der Hausinstallation sind nur jene Materialien und Produkte zu verwenden, die das Prüfzeichen einer anerkannten Zertifizierungsstelle tragen, zum Beispiel das DIN/DVGW-Prüfzeichen. Nur wenn die Hausinstallation fachgerecht ausgeführt wurde, ist der Betrieb gewährleistet und eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen. Sie haben dann lange Freude an der Anlage und der gewünschte Komfort stellt sich auch tatsächlich ein.

  

Rechtzeitig beantragen – den Trinkwasserhausanschluss

Falls Sie ein Haus neu errichten und dabei den termingerechten Anschluss Ihres Bauvorhabens an unser Trinkwassernetz sicherstellen wollen, sollten Sie folgende Hinweise beachten:

  • Schon bei der Planung sollten Sie mit Ihrem Architekten eine geeignete Übergabestelle für das Trinkwasser festlegen. Diese Übergabestelle muss frostfrei, trocken, begehbar und für unsere Mitarbeiter zugänglich sein. Sie sollte möglichst an der Hauswand liegen, die der Straße zugewandt ist. Nur so kann die Verbindung zwischen dem öffentlichen und dem hausinternen Trinkwassernetz über die so genannte Hausanschlussleitung für Sie möglichst kostengünstig ausgeführt werden.
  • Der Bauherr beantragt den Trinkwasserhausanschluss. Die dafür vorgesehenen Formulare schicken wir Ihnen auf Wunsch gerne zu. Unseren Unterlagen können Sie entnehmen, was wir zur Bearbeitung Ihres Auftrages benötigen – etwa einen amtlichen Lageplan und einen Grundriss des Untergeschosses, auf dem die geplante Leitungsführung erkennbar ist.
  • Stellen Sie Ihren Antrag möglichst frühzeitig. Nur so können Sie sicher sein, dass der Hausanschluss zu dem von Ihnen gewünschten Termin fertig gestellt ist.
  • Bei Fragen zu Ihrem Trinkwasserhausanschluss rufen Sie uns, Ihr Wasserversorgungsunternehmen, einfach an. Wir beraten Sie gerne.

 

Das "richtige" Material für Ihre Wasserrohre

Wer eine neue Hausinstallation errichten oder die alte erneuern will, muss entscheiden, aus welchem Material seine Trinkwasserrohre bestehen sollen. Zur Auswahl stehen Rohre aus:

  • verzinktem Stahl,
  • verchromtem Stahl,
  • Kupfer,
  • verschiedenen Kunststoffen,
  • Kombinationen von Kunststoffund Metall.

Bei der Wahl spielen auf der einen Seite sicher persönliche Vorlieben eine Rolle. Andererseits ist die Auswahl des Rohrleitungsmaterials entscheidend abhängig von der Wasserzusammensetzung – unter anderem vom pH-Wert. Nicht jedes Rohrleitungsmaterial ist für jedes Trinkwasser geeignet. Da unterscheidet sich Trinkwasser nicht von anderen Lebensmitteln, die mit ihrer jeweiligen Beschaffenheit auch das Verpackungsmaterial bestimmen.

 

pH-Wert
Gibt die Konzentration der Wasserstoffionen in einer Lösung an. Davon ist abhängig, ob die Lösung sauer, basisch oder neutral ist. Die pH-Wert-Skala reicht von 0 bis 14. Säuren haben einen pH-Wert kleiner als 7, Basen einen pH-Wert größer als 7. Wasser ohne gelöste Bestandteile weist einen Wert von 7 auf und wird damit als "neutral" eingestuft. Gemäß der Trinkwasserverordnung darf Trinkwasser einen pH-Wert nicht unter 6,5 und nicht über 9,5 aufweisen.

Bei der Auswahl eines nicht für das entsprechende Trinkwasser geeigneten Rohrleitungsmaterials steigt das Korrosionsrisiko und damit die Gefahr, dass Ihre Hausinstallation vorzeitig verschleißt. Außerdem geben korrodierende Leitungen in erheblichem Maße Stoffe an das Trinkwasser ab. Je nach Rohrleitungsmaterial müssen Sie zum Beispiel mit erhöhten Kupfer-, Eisen- oder Nickelwerten in Ihrem Trinkwasser rechnen. Das ist zumindest unerwünscht, teilweise können die aufgenommenen Schwermetalle auch die menschliche Gesundheit beeinträchtigen. Nicht selten überschreitet das Trinkwasser aus diesen Hausinstallationen die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung. Die Auswahl des Rohrleitungsmaterials sollten Sie daher gemeinsam mit Ihrem Installateur oder planenden Architekten treffen. Er verfügt über die notwendigen Fachkenntnisse und kann Sie entsprechend beraten.

 

Korrosion
Der Begriff Korrosion leitet sich vom lateinischen Wort "corrodere" ab und bedeutet "zernagen". Es ist die Reaktion eines Werkstoffes mit seiner Umgebung. Korrosion führt zu einer Veränderung oder sogar zur Zerstörung des Werkstoffes. Eine Erscheinungsform der Korrosion ist das "Rosten" von Eisen.

 

Hausinstallation aus Blei

In Deutschland kommen Bleirohre seit vielen Jahren in der Wasserversorgung nicht mehr zum Einsatz. Es ist jedoch bei Gebäuden, die vor 1973 errichtet wurden, nicht ausgeschlossen, dass es in Einzelfällen noch Hausinstallationen gibt, in denen Bleirohre verlegt sind. Blei ist ein giftiges Schwermetall. Es führt schon bei der Aufnahme geringer Mengen zu Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Appetitlosigkeit. Insbesondere Kinder sind gefährdet.
Aus diesem Grund sollten Bleirohre ausgetauscht werden. Falls Sie vermuten, dass in Ihrem Haus noch Bleileitungen verlegt sind, können Sie sich mit einer Wasseruntersuchung Gewissheit verschaffen. Ihr Wasserversorgungsunternehmen hilft Ihnen gerne weiter. Bei erhöhten Bleiwerten sollte das Wasser bis zum Austausch der Rohre nicht getrunken und auch nicht für die Zubereitung von Speisen und Säuglingsnahrung verwendet werden.

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